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News [heinrich]

Hochwasserschutzanlage verhindert die Überflutung der Stadt Grimma

20.01.2020

Starkregen und Extremereignisse nehmen weiter zu und erfordern neue Hochwasserschutz-Systeme. Das unterirdische Schöpfwerk im sächsischen Grimma ist beispielhaft. Mit der gefundenen Lösung können die drei großen Hauptpumpen auch bei Trockenheit getestet werden. Zwei große, hydraulisch betätigte Deckel erlauben die regelmäßige Wartung. Schließlich wurde das umfangreiche unterirdische Bauwerk gegen das Aufschwimmen abgesichert.

Nach 1,5-jähriger Bauzeit hat die zur BPM-Gruppe gehörende Dr.-Ing. Heinrich Ingenieurgesellschaft mbH die von ihr geplanten und realisierten Bauwerke im Sommer 2019 übergeben. Die Planungen begannen bereits im Jahr 2008. Das Schöpfwerk ist ein Element der Hochwasserschutzlinie der Stadt Grimma und Teil eines 57-Millionen-Projektes des Freistaats Sachsen. „Das Schöpfwerk verhindert mit seinem Pumpwerk eine binnenseitige Überflutung der Stadt. Dabei mussten wir sicherzustellen, dass die Anlagen jederzeit funktionstüchtig sind und funktionieren“, nennt Frank Köhler, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft, eine große Herausforderung des Projekts.

Ein unterirdisches Schöpfwerk absichern

Wegen der Größe der unterirdischen Anlage von 21 x 11 m mussten 12 m lange Bohrpfähle in den Felsen gebohrt werden, um die Anlage gegen das Aufschwimmen zu verankern. Zur Funktionsabsicherung der großen Hauptpumpen wird in einem unterirdischen Speicher (Mahlbusen) so viel Wasser gesammelt, dass die Pumpen mit einer Leistung von bis zu 1300 l/s auch in Trockenzeiten regelmäßig getestet werden können. Für die jährliche Wartung werden die Pumpen aus der Anlage herausgehoben. Dazu haben die Planer zwei 4 x 5 m große Öffnungen angelegt, die mit 5 t schweren Deckeln verschlossen sind. „Falls die Elektromotoren für die Hydraulik ausfallen, können wir mit einem LKW und einem Hydraulikschlauch ein außenliegendes Ventil bedienen und die Deckel auf diese Weise öffnen“, erläutert Frank Köhler eine weitere Absicherung.

Pumpenwerk
Die großen Hauptpumpen können auch in der Trockenzeit dank eines unterirdischen Wasserspeichers regelmäßig getestet werden.

Besondere ingenieurtechnische Leistungen

Die Leistungen der Ingenieurgesellschaft für den Hochwasserschutz umfassten neben der Tragwerksplanung auch die TGA-Planung, Verfahrenstechnik, technische Ausrüstung, die örtliche Bauüberwachung und weitere Architekturleistungen.

„Wir haben das sehr anspruchsvolle Projekt über mehr als 10 Jahre begleitet und mit vielen Behörden, Architekten, Elektrotechnikern und Maschinenbauern zusammengearbeitet bis hin zum Institut für Wasserbau und Technische Hydrodynamik der Technischen Universität Dresden, die für das Vorhaben ein physikalisches Modell der Stadt Grimma erstellt haben“, benennt Frank Köhler weitere Besonderheiten des Projekts. Der Geschäftsführer ist Wasserbauingenieur mit einer 20-jährigen Erfahrung. Seine Berufsausbildung als Schlosser war aus seiner Sicht für ein solches Projekt hilfreich. „Wir können sehr stolz auf die guten Ergebnisse und den reibungslosen Bauablauf sein. Es war ein sehr vielseitiges Projekt. Beispielsweise die Zusammenarbeit mit fachfremden Architekten mit ihren Konzepten für die optische Integration in das historische Stadtbild. Das war überaus inspirierend“, fasst Frank Köhler seine Erfahrungen zusammen.


Weitere Informationen:

Dr.-Ing. Heinrich Ingenieurgesellschaft mbH
Telefon: +49 351 4189064-0
E-Mail: dresdenheinrich-ingenieure.de

Unterirdisches Schöpfwerk: <br>Zwei 4 x 5 m große und hydraulisch zu öffnende Deckel schaffen den Wartungszugang zu den großen Pumpen.

Unterirdisches Schöpfwerk:
Zwei 4 x 5 m große und hydraulisch zu öffnende Deckel schaffen den Wartungszugang zu den großen Pumpen.

Unterirdischer Betriebsraum: <br>Die unterirdische Anlage von 21 x 11 m musste mit 12 m langen Bohrpfählen in den Felsen verankert werden.

Unterirdischer Betriebsraum:
Die unterirdische Anlage von 21 x 11 m musste mit 12 m langen Bohrpfählen in den Felsen verankert werden.