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News [bpm]

Genehmigungsverfahren für Geothermieprojekt in Neubrandenburg begonnen

Die NeuWOBA in Neubrandenburg plant, ihren gesamten Wohnungsbestand durch umweltfreundliche Wärme selbst zu versorgen. Dafür sollen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt über 9.000 Wohnungen an tiefe Geothermieanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 30 MW angeschlossen werden. Als Startprojekt sollen die Wohngebiete Reitbahnweg und Vogelviertel (1.700 WE, Anschlussleistung 3,5 MW) mit geothermaler Wärme versorgt werden. Die Unterlagen zur Genehmigung der Energiegewinnung wurden im Mai beim Bergamt in Stralsund eingereicht. Die Genehmigung wird noch in diesem Jahr erwartet.

Das Projekt umfasst bauseitig

  • die Errichtung von 2 Bohrungen bis ca. 1.600 m, 
  • den Neubau einer Energiezentrale inkl. BHKW zur Eigenstromversorgung,
  • die Verlegung von 15 km Fernwärmeleitung und
  • die haustechnische Einbindung und Umrüstung aller Gebäude.

Darüber hinaus wurden

  • die Lagerstättenbewirtschaftung geothermisch modelliert sowie
  • naturschutzfachliche als auch 
  • geotechnische Untersuchungen durchgeführt.

Die komplette Planung inkl. aller erforderlichen Fachbeiträge wurde von BPM in enger Zusammenarbeit mit der NeuWOBA in den vergangenen 12 Monaten erarbeitet. In diese Planung sind die Ergebnisse eingeflossen, die 2012/2013 im von BPM gemeinsam mit der Wohnungsgenossenschaft durchgeführten Großversuch zur Niedertemperaturbeheizung von Bestandsgebäuden erhoben wurden. Bei dem Großversuch wurde ein teilsanierter Wohnblock WBS 70 (53 WE) ohne Änderung der Heizungsinstallation mit einer Niedertemperatur-Heizkennlinie (VL 65/RL 35) betrieben. Die Steuerung und Überwachung der Wärmeversorgung erfolgte via Internet aus dem Büro von BPM. Hierfür wurden in dem Wohnblock die Messwerte von ca. 530 Sensoren kontinuierlich aufgenommen und ausgewertet. Der Versuch konnte erfolgreich abgeschlossen werden und hat bestätigt, dass auch unsanierte Gebäude ohne Änderung der Heizungsinstallation bis zu -6 °C Außentemperatur (95 % der Heizerfordernis) mit Vorlauftemperaturen von ca. 60 °C ausreichend beheizt werden können. Um die hygienischen Anforderungen der Trinkwassererwärmung in Bezug auf Legionellen zu erfüllen (> 60 °C), wird eine spezielle Technologie angewendet.

Die NeuWOBA rechnet mit der Genehmigung des Projektes, welches einen Gesamtinvestitionsumfang von ca. 14 Mio. € hat und bis zu 1.700 Haushalte mit Wärme und Warmwasser versorgen wird, noch in diesem Jahr. Durch diese Eigenversorgung soll der Wärmepreis für den Endkunden um bis zu 40 % sinken. 

BPM ist als Komplettanbieter aktuell mit gleichartigen Projekten in mehreren anderen Großstädten, wie u. a. Schwerin und Cottbus, beauftragt. 

Zusätzliche Informationen erhalten Sie unter infobpm-ingenieure.de.

Ansprechpartner: Herr Dr. H. Fritz und Herr Dr.-Ing. M. Neumann (Tel.: 03731 78308400)

 

 

Bestandswohnungen im Reitbahnviertel Neubrandenburg