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News [moll prd]

Anbindung von Offshore-Windpark mit dem Offshore-Netzanbindungssystem DolWin6 an die Konverterstation in Emden/Ost

11.09.2018

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT errichtet bis 2023 eine Gleichstromverbindung zur Anbindung eines Offshore-Windparks mit dem Offshore-Netzanbindungssystem DolWin6 an die Konverterstation in Emden/Ost. Dafür werden mehrere Anlandungsbohrungen durchgeführt.

Das Kabelsystem quert die Insel Norderney und erreicht am Anlandungspunkt Hilgenriedersiel das Festland. Die MOLL-prd wurde mit der Fachbauleitung der Anlandungsbohrungen beauftragt. 2017 wurden bereits zwei südliche Anlandungen auf Norderney durchgeführt. 2018 erfolgten weitere vier Horizontalbohrungen für das Kabelsystem.

Kontrolle der Anlandungsbohrungen

„Die Kontrollen der Anlandungsbohrungen und der Rohrleitungsbauarbeiten waren nach meinem Geotechnik-Studium mein erstes großes Projekt. Dafür war ich fünf Tage auf Norderney und 10 Tage bei Hilgenriedersiel auf dem Festland im Einsatz“, berichtet Robin Meier, Projektingenieur bei der MOLL-prd. Ein sensibles Projekt, denn das Kabelsystem führt durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der seit 2009 zum UNESCO-Welterbe gehört. „Es gilt das Null-Einleitungsgebot. Die Verlegeverfahren sind so ausgewählt, dass der Eingriff in das Ökosystem minimiert wird. Außerdem werden die Verlegearbeiten intensiv naturschutzfachlich begleitet“, erläutert Robin Meier.

Die 900 Megawatt starke Leistung des Offshore-Netzanbindungssystems DolWin6 wird über 45 Kilometer See- und 45 Kilometer Erdkabel bis zur Konverterstation in Emden/Ost übertragen.
Bildquelle:
https://www.tennet.eu/de/unser-netz/offshore-projekte-deutschland/dolwin6/

Großbohrtechnik mit über 250 Tonnen Zugkraft

Die Aufgaben des Projektingenieurs in einem solchen Projekt sind vielfältig. Dazu gehören u.a.:

  • Kontrollieren der Pilotbohrungen und abgleichen der Plan- mit den Vermessungsdaten der Bohrung
  • Überwachen der Aufweitungsarbeiten, wenn der Bohrkanal mit einem größeren Bohrkopf (Räumer) auf 600 mm geweitet wird
  • Kontrollieren der Zugkräfte während des Rohreinzugs
  • Abgleichen der Arbeiten auf Übereinstimmung mit dem Vertrag und der Genehmigung
  • Kalibrieren des Kabelschutzrohrs
  • Überprüfen der Rohre auf Schadstellen

Als Student hatte Robin Meier ein Praktikum bei einem Bohrunternehmen. „Die Großbohrtechnik mit Bohrgeräten im Megabereich ist aber etwas völlig anderes. Das ist eine besondere Erfahrung. Durch den Einsatz eines Kreiselkompasses im Bohrkopf bleiben die Abweichungen von der Sollbohrlinie bei den Bohrungen über 1090 Metern unterhalb der zulässigen Toleranz von +/- einem Meter.“ Robin Meier ist schon gespannt auf das nächste Projekt.

Weitere Informationen:

MOLL-prd GmbH & Co.KG
Telefon: +49 2972-97843-10
E-Mail: infomoll-prd.com

Kontrolle des Kabelschutzrohrs vor Rohreinzug

Kontrolle des Kabelschutzrohrs vor dem Rohreinzug

Übergabe zwischen Tag- und Nachtschicht

Übergabe zwischen der Tag- und Nachtschicht

Einschwimmen der Kabelschutzrohrstränge zum Einsatzort

Einschwimmen der Kabelschutzrohrstränge zum Einsatzort