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News [moll prd]

Neubau eines 425 m langen Dükers mit einem Durchmesser von 4,1 m unter dem Altrhein

15.11.2018

Der Düker quert im Bereich des Industriehafens im Norden Mannheims den Altrhein. Er ist Bestandteil der Fernwärmeverbindungsleitung vom MHKW bis zur Einspeisung Nord. Die Trassierung umfasst im Rohrvortrieb eine Länge von ca. 425 m (mit Heißdampf, 2x Fernwärme, Gas und Wasser).

Die MOLL-prd GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der BPM-Gruppe wurde mit den Planungen bis einschließlich der Genehmigungsplanung LPH 4 beauftragt, inklusive der Konzepte der Dükerbelegung und der Düker-Ein- und Ausstiegsbauwerke. Des Weiteren umfasste der Auftrag Ingenieurleistungen bis LPH 9 und die Unterstützung der Projektsteuerung und Bauoberleitung.

Die Geologie im Blick behalten

„Zu meinen Aufgaben gehörte die Fachbauüberwachung des Projekts. Dazu zählten die Kontrolle der Einhaltung von Vorgaben der Genehmigungsbehörden, der Ökologie, des Naturschutzes, vor allem aber die Kontrolle zur Umsetzung der technischen und technologischen Vorgaben seitens des Projektes“, berichtet Mathias Raßmann.

Als Fachbauüberwacher verfügt Mathias Raßmann über sehr viel Erfahrung. Deshalb können ihn Änderungen und Abweichungen in einem Bauprojekt so schnell nicht aus der Ruhe bringen. „Dieses Projekt gehörte allerdings nicht zum Tagesgeschäft. Wir hatten hier beispielsweise mit weichen Schluffschichten zu tun. Da kann eine Vortriebsmaschine beim Bohren schnell absacken“, nennt der Fachbauüberwacher eine Besonderheit.

Jeder Bohrvorgang dauerte 20 bis 30 Minuten. Zur Bauüberwachung gehörte es, einen möglichen Geologiewechsel rechtzeitig zu erkennen: „Ich habe das Bohrklein, Cuttings kontrolliert, auf die Spülflüssigkeiten geachtet und die Bohrparameter im Blick behalten. Die Werte für Drehmoment, Pressen- oder Stützdruckkräfte zeigten, ob der Vortrieb noch normal verläuft. Da musste ich genau aufpassen.“

Dükerbaustelle: Für Fachbauüberwacher Mathias Raßmann ist sein Job etwas Besonderes:
„Allein die Dimensionen der Arbeitsgeräte sind eindrucksvoll. Eine Vortriebsmaschine wiegt beispielsweise 120 t. Wir haben einen 750 t Kran eingesetzt sowie etliche Tieflader."

Eine weitere Besonderheit waren die engen Platzverhältnisse auf der Zielseite – mit einem Hang der abrutschen konnte, einer vielbefahrenen Straße, Wohnhäusern und der Straßenbahn in unmittelbarer Nähe.

Mein Job ist etwas Besonderes

Der Fachingenieur berichtet von vielen Baumaßnahmen und nur wenigen Ingenieuren, die solche Projekte überwachen können. Sein Tipp für junge Ingenieure: „Es lohnt sich, solche Baustellen genauer anzusehen. Allein die Dimensionen der Arbeitsgeräte sind eindrucksvoll. Eine Vortriebsmaschine wiegt beispielsweise 120 t. Wir haben einen 750 t Kran eingesetzt.“

Für Mathias Raßmann ist sein Job etwas Besonderes: „Ich lerne viele sehr unterschiedliche Bauprojekte überall in Deutschland kennen. Dabei habe ich sowohl mit unterirdischem Rohrvortrieb, mit Tiefbau- und Spezialtiefbauarbeiten, Stahlbetonbau und dem Betonbau zu tun bis hin zu Gewerken wie Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik.“

Weitere Informationen:

MOLL-prd GmbH & Co.KG
Telefon: +49 2972-97843-10
E-Mail: infomoll-prd.com

Im Inneren eines Dükerrohres

Die Vortriebsmaschine hat bereits ihre Arbeit begonnen

Ca. 15 m unter der Erde liegt der Arbeitsbereich der Vortriebsmaschine

Die Baustelle bei besonderer morgendlicher Lichtstimmung